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NEXCRATE

Betrieb · Kapitel 18

Sichern, einspielen und aktualisieren.

Deine Filme, Serien und Alben liegen auf deiner Platte, nicht in nexcrate. Was nexcrate selbst hält, ist die Datenbank mit der Bibliothek, den Profilen, den Einstellungen und der Warteschlange, dazu der Schlüssel für die gespeicherten Zugänge und der Stand der TRaSH Guides. Dieses Kapitel zeigt, wie du das sicherst, wieder einspielst und nexcrate aktualisierst. Es ist für den Betreiber.

Kopien und der Zeitplan

Unter „Einstellungen › System › Sicherungen“ legt nexcrate Kopien seiner Datenbank an: nach Zeitplan, vor jeder Änderung am Aufbau der Datenbank und wenn du es sagst. Die Kopien liegen im Ordner backups im Datenverzeichnis, also auf derselben Platte wie die Datenbank. Stirbt die Platte, sind sie mit weg. Zur echten Sicherung wird eine Kopie erst, wenn du sie herunterlädst und woanders aufhebst.

  • „Automatisch sichern“ kennt „Nie“, „Täglich“, „Wöchentlich“ und „Monatlich“. Ab Werk steht es auf „Wöchentlich“. Automatische Kopien entstehen nachts zwischen 3 und 6 Uhr, damit sie nicht neben Downloads laufen.
  • „Behalten“ sagt, wie viele automatische Kopien liegen bleiben, ab Werk fünf, erlaubt sind zwei bis 50. Ältere werden entfernt. Kopien von Hand bleiben, bis du sie löschst.
  • „Jetzt sichern“ legt eine Kopie sofort an. Bei „Notiz“ schreibst du, woran du sie später erkennst, etwa „vor dem Umbau der Profile“. Bei einer großen Datenbank dauert das auf einem NAS einige Minuten. Die zwischengespeicherten TMDB-Antworten bleiben draußen, sie kommen von selbst wieder.

Die Liste „Vorhandene Kopien“ zeigt zu jeder, wann sie entstand, die Art („Von Hand“, „Nach Plan“ oder „Vor Änderung“), die Notiz, die Version und die Größe.

Einstellungen › System › Sicherungen
Einstellungen › System › Sicherungen mit Zeitplan, „Behalten“ und der Liste der Kopien
Zeitplan, Kopien und die Knöpfe zum Herunterladen und Einspielen.

Eine Sicherung herunterladen

  1. „Herunterladen“ wählen

    Klicke in der Zeile der Kopie auf „Herunterladen“. Es öffnet sich das Fenster „Sicherung herunterladen“.

  2. Ein Passwort vergeben

    Trage ein „Passwort“ ein und wiederhole es. Ohne dieses Passwort ist die Sicherung wertlos, es gibt keinen Zweitschlüssel, und auch nexcrate kann das Archiv nicht mehr öffnen. Schreib es dorthin, wo du es im Ernstfall findest.

  3. Die Datei aufbewahren

    Du bekommst ein verschlüsseltes ZIP mit der Datenbank, dem Schlüssel für die gespeicherten Zugänge und dem TRaSH-Stand. 7-Zip und WinRAR öffnen es, der Windows-Explorer nicht. Lege es auf einem anderen Gerät ab.

Der Schlüssel ist wichtig, denn alles, was nexcrate an Zugängen hält, ist mit ihm verschlüsselt: der TMDB-Token, die Indexer, die Download-Programme und die Verbindungen. Eine Datenbank ohne ihn kommt ohne lesbare Zugänge zurück. Steht der Schlüssel bei dir nicht als Datei secret.key im Datenverzeichnis, sondern in der Umgebungsvariable NEXCRATE_SECRET_KEY, fehlt er im Archiv, und eine Datei KEY-MISSING.txt im ZIP sagt es. Heb den Wert dann getrennt auf. Nicht im Archiv liegen das Protokoll, Poster, Cover und die Wertungsdatei. Die holt nexcrate bei Bedarf neu.

Eine Sicherung einspielen

Das Einspielen ersetzt die ganze Datenbank. Es geht auf zwei Wegen: mit einer Kopie aus der Liste über „Einspielen“, oder mit einem heruntergeladenen Archiv über „Sicherung einspielen …“.

  1. Das Archiv wählen

    Wähle bei „Archiv“ die Datei, gib bei „Passwort des Archivs“ das Passwort ein und klicke „Ansehen“. Bis dahin wird nichts angefasst.

  2. Lesen, was nexcrate meldet

    Du siehst, wann die Sicherung angelegt wurde, „Aus Version“ und die Notiz. Ist sie neuer als das laufende nexcrate, sagt nexcrate, dass du erst aktualisieren sollst. Fehlt der Schlüssel im Archiv und diese Installation nimmt ihren aus NEXCRATE_SECRET_KEY, steht dort, dass der Wert derselbe wie bei der Sicherung sein muss. Sonst sind die gespeicherten Zugänge danach nicht lesbar.

  3. „Jetzt einspielen“ klicken

    Alles, was seit der Sicherung in nexcrate geschehen ist, geht verloren. Vorher legt nexcrate eine Kopie des jetzigen Stands an („Vor dem Einspielen“). nexcrate startet dann neu und ist ein paar Minuten nicht erreichbar, denn es tauscht die Dateien aus, bevor irgendetwas die Datenbank öffnet. Das braucht eine Neustart-Regel wie restart: unless-stopped, die die mitgelieferte Compose-Datei setzt.

  4. Neu anmelden

    Danach ist niemand mehr angemeldet. Melde dich mit dem Konto aus der Sicherung an. Die Seite lädt von selbst neu. Antwortet nexcrate nach 45 Minuten noch nicht, sieh ins Protokoll des Containers.

nexcrate holt nur sich selbst zurück. Was seitdem in den Download-Programmen, auf der Platte oder in Radarr, Sonarr und Lidarr geschehen ist, bleibt, wie es ist. nexcrate gleicht es danach nach und nach ab. Auf einer ganz frischen Installation geht es schon beim ersten Start: Statt das Konto anzulegen, wählst du dort „Aus einer Sicherung starten“.

Aktualisieren

Ein Update ist ein neues Abbild. Mit Docker Compose holst du es mit docker compose pull und startest nexcrate mit docker compose up -d neu. Beim Start bringt nexcrate die Datenbank selbst auf den Stand der neuen Fassung. Ändert sich dabei der Aufbau, legt nexcrate vorher eine Kopie der bestehenden Datenbank an, in der Liste „Vor Änderung“. Sie zählt bei „Behalten“ mit. Eine ganz frische Installation wird nicht kopiert. Wer nicht ungefragt mitziehen will, trägt in der Compose-Datei einen festen Stand statt latest ein und aktualisiert mit Absicht.

Ob eine neuere Fassung da ist, sagt „Über nexcrate“ unter „Neue Fassung“. „Einmal am Tag bei GitHub nachsehen“ ist ab Werk an. Gefragt wird nur nach der neuesten Veröffentlichung, nexcrate schickt dabei nichts über sich mit. „Jetzt nachsehen“ fragt sofort. Nach einem Update zeigt nexcrate einmal, was sich geändert hat. Wer lieber eine Nachricht möchte, schaltet bei den Benachrichtigungen das Ereignis „Neue nexcrate-Version“ ein, siehe Benachrichtigungen.

Willst du nach einem Update auf die ältere Fassung zurück, spiele zuerst die Kopie „Vor Änderung“ ein und starte dann das ältere Abbild. Das ältere nexcrate kennt den neuen Aufbau der Datenbank nicht, die Kopie ist deshalb der sichere Weg zurück.

Das Datenverzeichnis

Alles, was nexcrate hält, liegt in /data: die Datenbank, der Schlüssel, das Protokoll und die Kopien. Das Verzeichnis gehört auf eine lokale Platte, nie auf einen Netzspeicher über SMB oder NFS. Die Sperren von SQLite arbeiten dort nicht zuverlässig, und so verliert man Daten. Auf einem NAS nimmst du einen Pfad auf einem internen Volume, nicht eine eingebundene Freigabe.

Ein zweites Netz hat nexcrate in deinen Medien: Neben jedem Titel, den es führt, liegt eine kleine Datei release.nex, ab Werk geschrieben und einstellbar unter „Einstellungen › Ordner und Benennung › Begleitdateien“. Geht die Datenbank je verloren, liest nexcrate die Bibliothek daraus zurück, ohne zu raten. Plex, Jellyfin und Emby übersehen die Datei.

Gut zu wissenEine Sicherung zählt erst, wenn du sie einmal eingespielt hast. Teste es auf einem zweiten nexcrate, bevor du es brauchst, und prüfe dabei, ob Download-Programme und Indexer ihre Zugänge noch lesen können. Dann weißt du, dass Archiv, Passwort und Schlüssel zusammenpassen.