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NEXCRATE

Im Alltag · Kapitel 12

Musik: Künstler, Alben und Tags.

Bei Musik denkt nexcrate in Künstlern, Alben und Titeln. Die Namen kommen von MusicBrainz, die Cover vom Cover Art Archive. Für jedes Album wählt nexcrate die Ausgabe, die ihm am besten passt, sucht ein Release dafür, ordnet jede Datei einem Titel zu und schreibt auf Wunsch die Tags. Musik hat genau eine Fassung mit einem eigenen Profil. Dieses Kapitel zeigt, wie du anfängst und was nexcrate bei der Zuordnung tut.

Vorher bereitstellen

  • Online-Dienste. MusicBrainz und das Cover Art Archive sind ab Werk an. Ohne MusicBrainz findet nexcrate keine neuen Künstler, Alben oder Ausgaben, ohne das Cover Art Archive bleiben die Cover leer. Dateien, die weder Tags noch Nummer noch Name einem Titel zuordnen, erkennt nexcrate über AcoustID, und dabei geht nur ein Fingerabdruck hinaus, nie die Datei. Alles steht unter „Einstellungen › Online-Dienste“, siehe TMDB und die anderen Dienste.
  • Indexer mit Musik-Kategorien. Ein Indexer ohne sie wird bei Musik übersprungen, und die Suche sagt es.
  • Ein Standardordner für Musik. Darunter legt nexcrate je Künstler einen Ordner und je Album einen Ordner an, siehe Ordner.

Die Musik-Fassung musst du nicht anlegen. Sie entsteht von selbst, sobald du den ersten Künstler, das erste Album oder eine Lidarr-Verbindung hinzufügst. Umbenennen und Entfernen gibt es für sie nicht.

Das Musikprofil

Ohne Profil bewertet nexcrate kein Musik-Release, und kein Album gilt als verbesserbar. Du richtest es unter „Einstellungen › Fassungen“ im Reiter „Musik“ mit „Profil einrichten“ ein. Es sind vier Fragen, keine Punktetabellen, und die Zusammenfassung unten ändert sich mit jeder Antwort.

  • „Welche Qualität soll es sein?“ Zur Wahl stehen „Verlustfrei bevorzugt“, „Verlustfrei oder hoch, beides recht“ und „Verlustbehaftet reicht“. Verlustfrei meint FLAC, ALAC und Verwandte, „hoch“ meint MP3 mit 320 kbit/s oder V0 und AAC ab 256.
  • „Erst nehmen, was da ist?“ Bei „Ja“ gilt eine andere Stufe als das Ziel als „vorerst“ und wird später ersetzt. Bei „Nein“ wird nur genommen, was dem Ziel entspricht.
  • „24 Bit?“ „Keine Vorliebe“, „Bevorzugen“ oder „Meiden“. Das ordnet nur die Reihenfolge und schließt nie etwas aus.
  • „Quelle?“ „Vinyl-Rips meiden“, „Egal“ oder „CD bevorzugen“. Die Quelle liest nexcrate aus dem Namen des Releases.

Dazu gibt es feste Regeln ohne Frage. Ein Album als eine einzige Datei mit CUE-Blatt wird abgelehnt, ebenso ein Release mit mehreren Alben, etwa eine Diskografie. Mehr Titel in schlechterer Qualität ersetzen nichts, was schon da ist. Hörbücher und Hörspiele sind nicht vorgesehen.

Künstler und Alben hinzufügen

  1. Suchen

    Klicke auf „Hinzufügen“ und wähle „Künstler hinzufügen“ oder „Album hinzufügen“. nexcrate sucht bei MusicBrainz. Für ein einzelnes Album legt „Album hinzufügen“ nur dieses Album mit überwachter Fassung an. Gehört es einem Künstler, den es noch nicht gibt, kommt der Künstler ohne Überwachung mit dazu.

  2. Sagen, was überwacht wird

    Bei einem Künstler fragt „Was überwacht werden soll“ nach „Nur künftige“, „Keine“, „Alle Studioalben und EPs“, „Alben ohne Dateien“, „Alben mit Dateien“, „Erstes Album“ oder „Neuestes Album“. Eine Zeile sagt vorab, wie viele Alben dabei überwacht würden. Unter „Mehr Möglichkeiten, wie in Lidarr“ legst du fest, welche Arten zählen.

  3. Bestätigen

    Mit „Hinzufügen“ steht der Künstler in der Bibliothek, und nexcrate lädt seine Alben und Ausgaben von MusicBrainz nach.

Auf der Seite eines Künstlers sind die Alben nach Art gruppiert: Studioalben, EPs, Singles, Live, Compilations, Soundtracks, Remixe, Hörbücher und Hörspiele, Sonstige. Jedes Album lässt sich einzeln überwachen. „Neue Alben überwachen: Studioalben und EPs“ nimmt künftige Veröffentlichungen von selbst auf. „Künstler überwachen“ friert den Künstler ein, wenn du es ausschaltest: Es wird nichts mehr gesucht, die Häkchen der Alben bleiben, und beim Einschalten kommen genau die überwachten Alben zurück.

Künstler
Künstlerseite mit den Alben nach Art gruppiert und dem Zustand jedes Albums
Ein Künstler mit seinen Alben, nach Art gruppiert.

Die Zielausgabe eines Albums

Ein Album gibt es bei MusicBrainz in mehreren Ausgaben: als CD, digital, auf Vinyl, als Deluxe oder als Box. nexcrate wählt davon eine, die Zielausgabe. Ihre Titelliste ist die, nach der es Dateien zuordnet. Die Regel nimmt die Ausgabe mit den meisten Titeln, lässt aber Boxen mit vielen Medien außen vor. Bei Gleichstand gewinnt digital vor CD vor Vinyl, dann das Land, das in der Länderliste weiter vorn steht, dann die früheste Ausgabe. Der Grund steht auf der Albumseite, etwa „Meiste Titel ohne Box“.

  • Länder für den Gleichstand stellst du unter „Einstellungen › Fassungen › Musik“ ein. Ab Werk steht dort bei deutscher Oberfläche DE, XE, XW, bei englischer GB, US, XE, XW. XE heißt Europa, XW weltweit.
  • „Ausgabe wählen“ auf der Albumseite lässt dich von Hand eine andere Ausgabe nehmen. „Wieder nach Regel“ macht das rückgängig. Bringt eine andere Ausgabe mehr Titel, aber die Regel ließ sie außen vor, weist die Seite mit „Größere Ausgabe verfügbar“ darauf hin.

Suchen und laden

Die Suche am Album fragt jeden Indexer mit Musik-Kategorien, ordnet jedes Release einem Album des Künstlers zu und prüft die Releases dieses Albums mit dem Musikprofil. Releases anderer Alben desselben Künstlers stehen getrennt unter „Gehört zu anderen Alben des Künstlers“. Reicht der Name des Künstlers nicht, fragt „Auch unter anderen Namen suchen“ noch einmal mit bis zu zwei weiteren Namen von MusicBrainz. Mit dem Schalter „Musik automatisch suchen und laden“ läuft das nach Plan, siehe Automatik.

Wie nexcrate Dateien Titeln zuordnet

Ein fertiger Download wird nicht blind abgelegt. nexcrate ordnet jede Datei einem Titel der Zielausgabe zu, und zwar auf dem ersten Weg, der eindeutig ist:

  1. MusicBrainz-Kennung im Tag

    Trägt die Datei die Kennung der Aufnahme, ist die Sache klar, auch wenn die Nummer im Tag falsch ist.

  2. Nummer und Länge

    Medium und Position aus dem Tag, dem Ordner („CD2“) oder dem Namen („1-03“), dazu eine Länge, die höchstens zehn Sekunden abweicht.

  3. Titelname und Länge

    Der Name stimmt mit einem Titel überein, und die Länge passt.

  4. Fingerabdruck

    Bleibt eine Datei offen, berechnet nexcrate einen Fingerabdruck und fragt AcoustID. Das ist nur der letzte Ausweg und nur mit eingeschaltetem „Fingerabdrücke nachschlagen“.

Auf der Seite des Albums steht bei jedem Titel, ob er vorhanden ist oder fehlt und „Zugeordnet über“ welchen Weg. Zeigen Position und Name auf verschiedene Titel, gilt die Datei als nicht eindeutig. Was offen bleibt, hält den Download unter „Downloads › Probleme“ an. Dort ordnest du die Dateien mit „Von Hand zuordnen“ selbst zu, siehe Downloads. Ein Album, das nicht besser als das vorhandene ist, ersetzt nexcrate nie von selbst: Weder die Qualität noch die Zahl der Titel darf schlechter werden.

Tags schreiben

Unter „Einstellungen › Fassungen › Musik“ steht der Schalter „Tags schreiben“, ab Werk an. Beim Ablegen schreibt nexcrate Titel, Künstler, Nummern, die MusicBrainz-Kennungen und das Cover der Ausgabe in die Datei. Das gilt für FLAC, MP3, M4A, Vorbis und Opus. Fremde Felder wie ReplayGain bleiben. Ein Torrent wird dafür kopiert statt verlinkt, damit er unverändert weiter teilt. Eine Datei, die sich ihren Inhalt noch mit einem Torrent teilt, fasst nexcrate nicht an. Ohne Tags kennt kein Player die Reihenfolge bei mehreren Medien.

Auf der Albumseite zeigt „Tags prüfen“, bei welchen Dateien Felder von MusicBrainz abweichen, und „Tags schreiben“ schreibt sie einmal auf Knopfdruck, auch wenn der Schalter aus ist. Ist das Cover Art Archive abgeschaltet, kommt kein Cover in die Datei.

Gut zu wissenLass die Zuordnung zuerst an einem Album laufen, das du kennst. Auf seiner Seite siehst du je Titel, ob die Datei da ist und über welchen Weg sie zugeordnet wurde.