Anfangen · Kapitel 5
Ordner und Benennung.
nexcrate legt Dateien in Ordner, die es in seinem Container sieht, und du wählst sie aus einer Liste. Einen Pfad tippst du nie. Dieses Kapitel setzt für jede Fassung den Standardordner, erklärt, wie Hardlinks Platz sparen, zeigt die Benennung und die Regeln für Mediatheken und sagt, was du tust, wenn nexcrate einen Ordner ablehnt.
Den Standardordner wählen
Jede Fassung hat einen Standardordner. Dort legt nexcrate neue Titel dieser Fassung ab. Vorhandene Titel bleiben in ihrem Ordner. Ohne Standardordner lädt eine Fassung nichts. Zur Auswahl stehen nur Ordner, die in den Container eingebunden sind. Wie das geht, steht auf der Seite Selbst hosten.
- Die Seite öffnen
Öffne „Einstellungen › Ordner und Benennung“. Wähle oben die Art, also „Filme“, „Serien“ oder „Musik“, und dann das Thema „Ordner“. Unter „Eingebundene Ordner“ steht, was nexcrate sieht, mit dem freien Platz.
- „Standardordner wählen“
Jede Fassung hat eine Zeile mit diesem Knopf. Hat sie schon einen, heißt er „Standardordner ändern“. Es öffnet sich das Fenster „Standardordner für Full-HD“.
- Zum Ordner gehen
Du beginnst bei den eingebundenen Ordnern, öffnest Unterordner und gehst mit „Eine Ebene höher“ zurück. Ein Ordner ohne Unterordner lässt sich trotzdem nehmen.
- „Diesen Ordner nehmen“
Danach steht dort: „Full-HD legt neue Filme jetzt unter … ab.“
Für Musik legt nexcrate unter dem Ordner je Künstler einen Ordner an und je Album einen Ordner. Alben, die schon anderswo liegen, bleiben dort.
Sieht nexcrate noch keinen Ordner, steht dort „nexcrate sieht noch keinen Ordner für Medien“. Dann fehlt in der Compose-Datei eine Zeile unter volumes. Nach einer neuen Einbindung braucht der Container einen Neustart.
Wenn nexcrate einen Ordner ablehnt
Seit nexcrate 0.9.3 steht der Grund über den Knöpfen des Fensters, so dass du ihn auch bei vielen Unterordnern siehst und „Diesen Ordner nehmen“ nicht wirkungslos scheint. Das Protokoll unter „Einstellungen › System › Protokoll“ nennt jede Ablehnung ebenfalls mit ihrem Grund. Es gibt drei:
- „Diesen Ordner sieht nexcrate nicht. Wählbar sind nur Ordner, die in den Container eingebunden sind.“ Der Ordner fehlt unter
volumes, oder der Container wurde nach dem Eintragen nicht neu gestartet. - „In diesen Ordner kann nexcrate nicht schreiben. Prüf bitte die Rechte der Einbindung.“ nexcrate legt zum Prüfen kurz eine versteckte Testdatei an und löscht sie wieder. Gelingt das nicht, gehört der Ordner einem anderen Benutzer. Die Rechte stellst du auf dem Host so ein, dass der Benutzer aus
PUIDundPGIDschreiben darf. - „Dieser Ordner ist schon der Standardordner der Fassung … oder liegt in ihm oder um ihn herum.“ Jede Fassung braucht ihren eigenen Ordner. Er darf nicht derselbe sein wie der einer anderen Fassung, und keiner darf im anderen liegen. Lege
/media/filmeund/media/filme-4knebeneinander, nicht/media/filme/4kin/media/filme.
Hardlinks statt Kopien
Ein Torrent muss weiter geteilt werden, auch wenn der Film schon in deiner Bibliothek liegt. Deshalb gibt nexcrate dem Film im Filmordner einen zweiten Namen für dieselbe Datei, einen Hardlink. Beide Namen zeigen auf einen Platz auf der Platte, und im Verlauf steht „Teilt die Datei mit dem Torrent, kein zusätzlicher Platz“. Usenet-Downloads verschiebt nexcrate. Bei Musik mit eingeschaltetem „Tags schreiben“ wird ein Torrent kopiert statt verlinkt, damit er unverändert weiter teilt.
Das klappt nur innerhalb eines Mounts. Leg die Downloads deiner Download-Programme und deine Medienordner unter einen Ordner auf dem Host und binde diesen einen Ordner ein. Mit zwei Mounts, selbst von derselben Platte, kopiert nexcrate den Film, und jeder Torrent belegt seinen Platz doppelt.
volumes:
- ./data:/data
- /srv/data:/mediaUnter /srv/data liegen dann zum Beispiel torrents, usenet und filme. /data gehört nexcrate selbst und wird nie als Medienordner angeboten. Sehen deine Download-Programme denselben Ordner unter einem anderen Pfad, ist das kein Problem. Das Kapitel Download-Programme zeigt, wie du es nexcrate einmal sagst.
Benennung
Unter dem Thema „Benennung“ steht, wie nexcrate Ordner und Dateien beim Ablegen nennt. Die Platzhalter in geschweiften Klammern heißen wie in Radarr, Sonarr und Lidarr, so lassen sich Muster von dort übernehmen.
- Filme. Unter „Standard-Benennung“ stehen „Filmordner“ und „Filmdatei“. „Empfehlung einsetzen“ setzt die Muster der TRaSH Guides ein, und die „Vorschau mit einem erfundenen Film“ zeigt, was daraus wird. „Umlaute ersetzen“ macht aus ä ae und aus ß ss. Das gilt für Filme und Serien. Jede Fassung nutzt die Standard-Benennung oder hat unter „Benennung je Fassung“ eine „Eigene Benennung“. Hast du eine Verbindung zu Radarr, übernimmt „Aus Radarr übernehmen“ dessen Muster für diese Fassung.
- Serien. „Benennung für Serien“ kennt „Serienordner“, „Staffelordner“, „Ordner für Specials“ und je eine Datei für eine Folge, eine tägliche Sendung und eine Anime-Serie. Dazu kommt die „Kennung für deinen Medienserver“ für Plex, Jellyfin oder Emby, die an den Serienordner gehängt wird. „Folgen nummerieren“ wählt „wie TMDB“ oder „wie TVDB“ und „Mehrere Folgen in einer Datei“ den Stil, etwa S01E01-E03. Auch hier gibt es „Aus Sonarr übernehmen“.
- Musik. „Künstlerordner“, „Albumordner“ und die Dateien „Datei, ein Medium“ und „Datei, mehrere Medien“. Ab Werk ist es flach: ein Ordner je Album. „Aus Lidarr übernehmen“ gibt es auch hier.
Ein neues Muster gilt ab dem nächsten Ablegen. Vorhandene Dateien benennt nexcrate nicht von selbst um. Das tut das Thema „Umbenennen“: Du rechnest mit „Vorschau berechnen“ aus, was sich ändern würde, wählst die Titel aus und startest mit „Ausgewählte umbenennen“. Die Vorschau liest nur und ändert nichts, und unter „Letzter Lauf“ nimmt „Rückgängig machen“ einen Lauf zurück, solange an den Titeln seitdem nichts geändert wurde.
Regeln für Mediatheken
Sollen Kinderfilme oder Anime in einem eigenen Ordner landen, brauchst du dafür keine eigene Fassung. Unter dem Thema „Ordner“ gibt es für Filme und Serien „Regeln für Mediatheken“. Die erste Regel, die passt, bestimmt, wo ein neuer Titel dieser Fassung landet, sonst gilt der Standardordner.
Eine Regel hat die Form „Wenn Genre, Altersfreigabe, Tag oder Art der Serie … dann Ordner“. Bei Serien heißt die Art „Standard“, „Täglich“ oder „Anime“. Die Reihenfolge änderst du mit den Pfeilen. Für die Altersfreigabe gilt das Land, das unter „Kalender“ eingestellt ist, etwa „0, 6“ für Kinderfilme. Titel, die schon da sind, bleiben liegen. Wer sie nachziehen will, wählt „Nach Regel umziehen“ und sieht zuerst, welche Titel wohin gingen. Ein Titel zieht mit seinem ganzen Ordner um, und nur auf derselben Platte. Für Musik gibt es keine Regeln.
Gut zu wissenWer Titel von Hand aufräumt, findet im Thema „Papierkorb“ gelöschte und ersetzte Dateien wieder. Sie bleiben so viele Tage im Ordner .nexcrate-recycle neben den Film- und Serienordnern, ab Werk sieben, und lassen sich mit „Zurückholen“ an ihren alten Platz bringen.
Mit einem Ordner kann nexcrate ablegen, aber noch nichts finden. Dafür braucht es Quellen: Indexer.