Im Alltag · Kapitel 14
Downloads, Probleme und Papierkorb.
Auf der Seite „Downloads“ siehst du, was gerade lädt, was fertig ist und wo nexcrate dich braucht. Die meiste Zeit ist sie leer oder zeigt nur Fortschrittsbalken. Dieses Kapitel zeigt, wie du eine Problemkarte liest, was du bei den häufigsten tust, wo gesperrte Releases und gelöschte Dateien landen und wie du vorhandene Dateien nach einem neuen Muster umbenennst.
Die Warteschlange
Die Seite aktualisiert sich alle fünf Sekunden und hat fünf Reiter: „Aktiv“, „Probleme“, „Wartet“, „Verlauf“ und „Sperrliste“. Unter „Aktiv“ steht, was in deinen Download-Programmen lädt, mit Fortschritt und Restzeit. Sobald ein Download fertig ist, holt nexcrate ihn ab und legt ihn in den Ordner seines Titels. Der Zustand wandert dabei von „Lädt“ über „Fertig geladen“ und gegebenenfalls „Wird entpackt“ zu „Wird abgelegt“ und „Abgelegt“.
Probleme lesen und lösen
Im Reiter „Probleme“ stehen zwei Gruppen. „Braucht dich“ sind Downloads, bei denen nexcrate ohne dich nicht weiterkommt. „Hinweise“ sind Dinge, um die sich nexcrate selbst kümmert oder die schon erledigt sind. Jede Karte sagt, was los ist, nennt den Grund und bietet den nächsten Schritt an.
- Der Download ist fertig, aber nexcrate findet die Dateien nicht. Siehe den nächsten Abschnitt.
- Keine Videodatei oder keine Musik im Download. Kommen die Dateien erst später, etwa von einer Seedbox, sieht nexcrate zwei Tage lang alle paar Minuten nach. Sonst „Entfernen“ und ein anderes Release nehmen.
- Nicht genug Platz frei. Platz schaffen, dann „Erneut versuchen“.
- Dateien keiner Folge oder keinem Titel sicher zugeordnet. „Von Hand zuordnen“ oder „Rest nicht ablegen“.
- Mehrere ähnlich große Videos. „Datei wählen“ und das Video bestimmen, das abgelegt werden soll.
- Titel passt nicht zum Film. Stimmt das Release doch, „Trotzdem ablegen“. Sonst „Entfernen und sperren“.
- Gefährliche Datei, Archiv mit Passwort oder mehrteiliger Film. nexcrate hat das Release schon gesperrt. „Entfernen“ räumt auf.
- Das Ablegen ist schiefgegangen. Der Grund steht auf der Karte, etwa fehlende Schreibrechte oder ein Ordner, den der Container nicht sieht. Danach „Erneut versuchen“.
- Der Download ist fehlgeschlagen, heute gab es schon drei Ersatzversuche, und die Automatik ist aus. Such selbst ein anderes Release oder nimm die Karte mit „Erledigt“ weg.
„Entfernen“ fragt, ob auch der Auftrag im Download-Programm samt geladenen Dateien gehen soll, und ob das Release gesperrt werden soll. Was nexcrate schon abgelegt hat, bleibt immer.
Wenn nexcrate den Download nicht findet
Das ist der häufigste Fall bei der ersten Einrichtung. Das Download-Programm meldet einen Pfad wie /downloads/film, und nexcrate sieht denselben Ordner unter einem anderen, etwa /media/downloads/film. Die Karte zeigt den gemeldeten Pfad und führt dich weiter:
- Mit Vorschlag. nexcrate hat den Ordner an einer Stelle unter seinen eigenen Ordnern gefunden. „Zuordnung übernehmen“ speichert sie für dieses Download-Programm und legt den Download gleich ab. Für jeden weiteren Download gilt sie dann ohne Rückfrage.
- An mehreren Stellen. Alle Fundstellen stehen da. Ein Klick auf „Dieser“ nimmt die richtige.
- Suche abgebrochen. Waren es zu viele oder zu tiefe Ordner, bietet die Karte „Ordner wählen“ an. Du öffnest den Ordner des Downloads, nexcrate leitet die Zuordnung daraus ab.
- Nirgends gefunden. Dann ist der Download-Ordner im Container von nexcrate vermutlich nicht eingebunden. Trag ihn in der Compose-Datei als Volume ein, starte den Container neu und versuch es erneut. Die Karte nennt die Ordner, die nexcrate sieht.
Aufträge, die nexcrate nicht bestellt hat
Liegt in der Kategorie nexcrate deines Download-Programms ein Auftrag, den nexcrate nicht bestellt hat, steht er unter „Probleme“ als „Nicht von nexcrate bestellt“. nexcrate legt solche Aufträge nie von selbst ab. „Zuordnen und importieren“ legt ihn ab, als hätte nexcrate ihn selbst bestellt, in den Ordner der Fassung und mit deren Benennung. Hat die Fassung schon eine Datei, kommt die alte in den Papierkorb. „Entfernen“ löscht den Auftrag samt Dateien im Download-Programm und lässt sich nicht rückgängig machen.
Wartet und Sperrliste
Unter „Wartet“ stehen Releases, die nexcrate laden würde, aber noch zurückhält, weil die Wartezeit der Fassung einem besseren Release Zeit lässt. Ist die Zeit um, lädt von selbst das beste, das bis dahin bekannt ist. „Jetzt laden“ überspringt das Warten, „Verwerfen“ lässt das Release fallen. Ab Werk wartet keine Fassung, siehe Fassungen.
Die „Sperrliste“ sammelt Releases, die nexcrate nicht mehr nimmt. Ein fehlgeschlagener Download sperrt sein Release von selbst, damit die Suche nicht dieselbe kaputte Datei noch einmal holt. Auch was du mit „Entfernen und sperren“ wegwirfst, landet hier. Mit „Sperre aufheben“ zählt das Release wieder wie jedes andere. Ein gesperrtes Release lädt nexcrate für diesen Titel sonst nur nach deiner Bestätigung. Dieselbe Liste steht auf der Seite des Titels unter „Gesperrte Releases“.
Der Verlauf
Der „Verlauf“ zeigt abgelegte, fehlgeschlagene und entfernte Downloads, den neuesten zuerst. Bei jedem steht, wohin die Datei kam und wie: „Teilt die Datei mit dem Torrent, kein zusätzlicher Platz“ bei einem Hardlink, sonst „Kopiert“, „Verschoben“ oder „Entpackt“. Bei einem Fehlschlag steht der Grund, den das Download-Programm genannt hat, und was danach geschah, etwa „Ersetzt durch …“.
Der Papierkorb
Eine ersetzte oder gelöschte Datei löscht nexcrate nicht sofort. Sie liegt im Ordner .nexcrate-recycle neben den Film- und Serienordnern, ab Werk sieben Tage. Wie lange, stellst du unter „Einstellungen › Ordner und Benennung › Papierkorb“ ein, erlaubt sind 1 bis 365 Tage.
- „Zurückholen“ legt die Datei an ihren alten Platz. Ist der Titel inzwischen aus der Bibliothek verschwunden, legt das Zurückholen ihn wieder an, ohne Überwachung. Geht es nicht, sagt die Zeile warum.
- „Endgültig löschen“ und „Papierkorb leeren“ löschen sofort und lassen sich nicht rückgängig machen.
- „Titel entfernen“ mit dem Haken „Dateien in den Papierkorb“ bringt alles, was im Film- oder Serienordner liegt, in den Papierkorb, auch Poster,
.nfound Extras, und danach geht der Ordner. Ein Torrent, der noch seedet, verlässt dabei das Download-Programm samt seiner Dateien im Download-Ordner. Das gilt nur für deine eigenen Fassungen, nicht für solche, die eine Verbindung zu Radarr, Sonarr oder Lidarr füllt. Liegt etwas von einem anderen Titel im Ordner, bleibt es liegen.
Vorhandene Dateien umbenennen
Ein neues Benennungsmuster gilt nur für Neues. Was schon da ist, benennst du unter „Einstellungen › Ordner und Benennung › Umbenennen“ um. Wähle die Art und gehe so vor:
- Vorschau berechnen
„Vorschau berechnen“ liest nur und ändert nichts. Das Ergebnis zeigt, wie viele Titel abweichen. Mit „vorher, nachher“ siehst du bei jedem Titel die alten und neuen Namen.
- Auswählen
Wähle die Titel einzeln oder mit „Alle wählen“. Ausgelassene stehen getrennt mit Grund, etwa „Ziel belegt“ oder „Lädt gerade oder wird gerade abgelegt“.
- Umbenennen
„Ausgewählte umbenennen“ fragt noch einmal nach. Danach werden Dateien nur umbenannt und innerhalb ihres Stammordners verschoben, nie kopiert und nie überschrieben. Plex und andere Player lesen die Dateien beim nächsten Scan neu.
- Bei Bedarf zurück
Unter „Letzter Lauf“ nimmt „Rückgängig machen“ den Lauf zurück, solange an diesen Titeln seitdem nichts abgelegt oder geändert wurde.
Einen einzelnen Titel benennst du mit „Umbenennen“ auf seiner Seite um. Untertitel und andere Dateien im Ordner ziehen mit. Wo ein Muster hergenommen wird, steht im Kapitel Ordner.
Gut zu wissenNach dem ersten fertigen Download lohnt ein Blick in den „Verlauf“. Steht dort „Teilt die Datei mit dem Torrent, kein zusätzlicher Platz“, funktionieren die Hardlinks. Steht dort „Kopiert“, liegen Downloads und Medien nicht in einem gemeinsamen Mount.